Ein Glossar als Nachschlagewerk für Begriffe

2-Phasen-Ekzem

2-Phasen-Ekzem
von lat. secunda = ‚zweite‘ und griech. ekzein = ‚aufkochen‘

Ein 2-Phasen-Ekzem entwickelt sich in zwei Schritten: Zuerst entsteht durch wiederholte Einwirkung schwacher Reizstoffe ein kumulativ-subtoxisches Kontaktekzem, das die Hautbarriere schädigt. In der zweiten Phase kann diese geschädigte Haut leichter Allergene aufnehmen, was zu einem allergischen Kontaktekzem führt.

  • Fibrinogen

    Fibrinogen
    von lat. fibrina = „Faserstoff“ und griech. -gen = „erzeugend“

    Fibrinogen ist ein in der Leber gebildetes, im Blutplasma gelöstes Glykoprotein, das eine zentrale Rolle bei der Blutgerinnung spielt. Durch enzymatische Spaltung mittels Thrombin wird es in Fibrin umgewandelt und bildet ein stabiles Gerinnsel zur Wundheilung.

  • RR

    Blutdruck (RR)
    benannt nach dem italienischen Internisten Scipione Riva-Rocci

    Der Blutdruck ist der Druck, den das Blut auf die Gefäßwände der Arterien ausübt, gemessen in mmHg. Er wird als systolischer (höchster Wert) und diastolischer (niedrigster Wert) Druck angegeben und ist ein zentraler Parameter der Kreislaufregulation.

  • Gallensteinen

    Gallensteine
    Synonym: Cholelithiasis, von lat. galla = „Galle“ und calculus = „Stein“

    Gallensteine sind feste Ablagerungen aus Cholesterin, Bilirubin oder Kalziumsalzen in der Gallenblase oder den Gallengängen. Sie können asymptomatisch bleiben oder Koliken, Entzündungen (Cholezystitis) und Gallengangsverschlüsse verursachen.

  • Shunteinlage

    Shunteinlage
    von engl. shunt = „Umleitung“ und lat. inligare = „einsetzen“

    Die Shunteinlage ist ein neurochirurgischer Eingriff zur Ableitung von Liquor cerebrospinalis, meist bei Hydrocephalus. Dabei wird ein ventrikuloperitonealer oder ventrikuloatrialer Shunt implantiert, um den Liquorfluss zu regulieren und den Hirndruck zu senken.

  • Erythropoetin

    Erythropoetin (EPO)
    von engl. erythropoietin = „Erythrozyten-bildendes Hormon“

    EPO ist ein in der Niere gebildetes Hormon, das die Bildung und Reifung von Erythrozyten im Knochenmark stimuliert. Es wird hauptsächlich bei Sauerstoffmangel (Hypoxie) freigesetzt und spielt eine zentrale Rolle in der Regulation der Blutbildung.

  • Elektromyographie

    Elektromyographie (EMG)
    von griech. elektron = ‚Bernstein‘ (elektrisch), mys = ‚Muskel‘ und graphein = ‚schreiben‘

    Die Elektromyographie ist eine diagnostische Methode zur Messung der elektrischen Aktivität von Muskeln. Sie wird zur Untersuchung von Nerven- und Muskelerkrankungen eingesetzt, z. B. bei Neuropathien oder Myopathien.