Ein Glossar als Nachschlagewerk für Begriffe

2. HT

2. Herzton (2. HT)
Synonym: Klappenschlusston, von griech. kardia = „Herz“ und altgriech. tónos = „Spannung, Ton“

Der 2. Herzton entsteht zu Beginn der Diastole durch den Verschluss der Aorten- und Pulmonalklappe. Er ist kürzer und heller als der 1. Herzton und wird als Klappenschlusston bezeichnet.

  • Bubonen

    Bubonen
    von griech. boubon = ‚Leiste‘

    Bubonen sind schmerzhafte, entzündlich geschwollene Lymphknoten, meist in der Leistenregion. Sie treten typischerweise bei sexuell übertragbaren Infektionen wie dem Ulcus molle oder dem Lymphogranuloma venereum auf.

  • autonomes Nervensystem

    Autonomes Nervensystem (ANS)
    Synonym: vegetatives Nervensystem, von griech. autonomos = ‚selbstständig‘ und lat. nervus = ‚Sehne, Nerv‘

    Das autonome Nervensystem steuert unbewusst lebenswichtige Körperfunktionen wie Herzschlag, Atmung und Verdauung. Es unterteilt sich in das sympathische (leistungssteigernde), parasympathische (erholungsfördernde) und enterische (Darmsteuernde) Nervensystem.

  • Synovialflüssigkeit

    Synovialflüssigkeit
    von griech. syn = ‚zusammen‘ und lat. ovum = ‚Ei‘ (wegen der eiweißhaltigen Konsistenz)

    Die Synovialflüssigkeit ist eine viskose Gelenkflüssigkeit, die von der Synovialmembran produziert wird. Sie schmiert die Gelenke, reduziert Reibung und versorgt den Gelenkknorpel mit Nährstoffen.

  • Mundwinkelrhagaden

    Mundwinkelrhagaden
    von lat. mundus = ‚Mund‘, german. winkel = ‚Ecke‘ und griech. rhagas = ‚Einriss‘

    Mundwinkelrhagaden sind schmerzhafte Einrisse in den Mundwinkeln, die durch mechanische Reizung, Infektionen (z. B. Candida, Staphylokokken) oder Nährstoffmängel (z. B. Eisen-, Vitamin-B2-Mangel) begünstigt werden. Sie treten häufig bei trockener Haut, Speichelfluss oder immungeschwächten Patienten auf.

  • Aciclovir

    Aciclovir
    von engl. acyclic = ‚ringförmig geöffnet‘ und guanosine analogue = chemische Strukturähnlichkeit

    Aciclovir ist ein antivirales Medikament, das vor allem gegen Herpes-simplex- und Varizella-Zoster-Viren wirksam ist. Es hemmt selektiv die virale DNA-Polymerase und wird bevorzugt bei Herpesinfektionen der Haut, Schleimhäute, Augen sowie bei Gürtelrose eingesetzt.

  • Marfan-Syndrom

    Marfan-Syndrom
    benannt nach Antoine Marfan (1858–1942)

    Das Marfan-Syndrom ist eine genetische Bindegewebserkrankung, die vor allem Skelett, Herz-Kreislauf-System und Augen betrifft. Typische Merkmale sind überlange Gliedmaßen, Aortenaneurysmen und Linsenluxation.