Ein Glossar als Nachschlagewerk für Begriffe

Glossar

  • Zwischenwirbelscheiben

    Zwischenwirbelscheiben
    von mittelhochdt. zwischen = ‚in der Mitte‘, wirbel = ‚Drehpunkt‘ und scheibe = ‚runde Platte‘

    Die Zwischenwirbelscheiben (Bandscheiben) sind elastische Knorpelstrukturen zwischen den Wirbelkörpern, die als Stoßdämpfer dienen. Sie bestehen aus einem äußeren Faserknorpelring (Anulus fibrosus) und einem gallertartigen Kern (Nucleus pulposus), der Druck gleichmäßig verteilt.

  • Zyanose

    Zyanose
    von griech. kyanós = „dunkelblau“

    Eine Zyanose ist eine bläuliche Verfärbung der Haut und Schleimhäute, die durch eine unzureichende Sauerstoffsättigung des Blutes entsteht. Sie tritt bei Atem- oder Kreislaufstörungen auf, z. B. bei Lungenerkrankungen, Herzfehlern oder Schockzuständen.

  • Zyklothymia

    Zyklothymia
    von griech. kyklos = „Kreis“ und thymos = „Gemüt“​

    Die Zyklothymia ist eine anhaltende affektive Störung, die durch chronische Stimmungsschwankungen zwischen leichten depressiven und hypomanen Phasen gekennzeichnet ist, ohne die Kriterien einer bipolaren Störung zu erfüllen. Die Symptome bestehen über mindestens zwei Jahre und können das tägliche Leben beeinträchtigen.​

  • Zylinderepithel

    Zylinderepithel
    von griech. kylindros = „Walze, Zylinder“ und epithelium = „Oberflächengewebe“

    Das Zylinderepithel besteht aus hochprismatischen, zylinderförmigen Zellen und bedeckt innere Oberflächen wie den Magen-Darm-Trakt, die Atemwege und Teile des Urogenitaltrakts. Es kann spezialisierten Zellstrukturen wie Flimmerhärchen oder Mikrovilli enthalten und dient Funktionen wie Sekretion, Resorption und Transport.

  • Zysten

    Zysten
    von griech. kystis = ‚Blase‘

    Zysten sind flüssigkeitsgefüllte, von einer Kapsel umgebene Hohlräume, die in verschiedenen Geweben oder Organen auftreten können. Sie sind häufig gutartig und asymptomatisch, können jedoch je nach Lokalisation und Größe Beschwerden verursachen oder auf eine zugrunde liegende Erkrankung hinweisen.

  • Zystitis

    Zystitis
    Synonym: Blasenentzündung, von griech. kystis = ‚Blase‘ und -itis = ‚Entzündung‘

    Zystitis ist eine Entzündung der Harnblase, meist verursacht durch eine bakterielle Infektion, oft mit Escherichia coli. Typische Symptome sind häufiger Harndrang, Brennen beim Wasserlassen und Unterbauchschmerzen. Die Behandlung erfolgt in der Regel mit Antibiotika und ausreichender Flüssigkeitszufuhr.

  • Zystoskopie

    Zystoskopie
    von griech. kýstis = ‚Blase‘ und skopein = ‚betrachten‘

    Die Zystoskopie ist eine endoskopische Untersuchung der Harnblase und der Harnröhre mithilfe eines Zystoskops. Sie dient der Diagnose und Therapie von Erkrankungen wie Harnblasensteinen, Tumoren oder Harnröhrenstrikturen. Der Eingriff erfolgt meist unter lokaler oder kurzer Allgemeinanästhesie.

  • Zytokine

    Zytokine
    von griech. kytos = „Zelle“ und kinein = „bewegen“

    Zytokine sind Signalproteine, die von Zellen des Immunsystems gebildet werden und Entzündungen, Immunantworten sowie Zellwachstum steuern. Zu ihnen gehören Interleukine, Interferone und Tumornekrosefaktoren, die eine zentrale Rolle in der Kommunikation zwischen Immunzellen spielen.

  • Zytosol

    Zytosol
    von griech. kytos = „Zelle“ und sol = „löslich“

    Das Zytosol ist der flüssige, nicht von Membranen umschlossene Bestandteil des Zellplasmas, in dem zahlreiche Stoffwechselprozesse ablaufen. Es enthält Enzyme, Ionen und gelöste Moleküle und dient als Medium für den intrazellulären Transport sowie Signalübertragungsprozesse.

  • Zytostatika

    Zytostatika
    von griech. kytos = „Zelle“ und statikos = „hemmend, zum Stillstand bringend“

    Zytostatika sind Medikamente, die das Zellwachstum und die Zellteilung hemmen, insbesondere bei schnell teilenden Tumorzellen. Sie werden vor allem in der Chemotherapie zur Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt, können aber auch gesunde, sich schnell teilende Zellen beeinträchtigen.

  • zytotoxische T-Zellen

    Zytotoxische T-Zellen (CD8+-T-Zellen)
    von griech. zytos = ‚Zelle‘ und toxikon = ‚Gift‘

    Zytotoxische T-Zellen sind eine Untergruppe der T-Lymphozyten, die durch das Oberflächenmolekül CD8 charakterisiert sind. Sie erkennen und zerstören infizierte, entartete oder fremde Zellen gezielt durch die Freisetzung von Perforinen und Granzyme.